Gewaltfreie Schule

Gewaltfreie Schule

Unsere Schule ist und bleibt ein gewaltfreier Ort. Ihr Kind kann sich nur frei entwickeln und Leistungen erbringen, wenn es sich in seiner Umgebung, am Ort des Lernens wohl fühlt. Das gleiche gilt für uns. Auch wir wollen in einem achtungsvollen Raum arbeiten – gemeinsam mit Ihrem Kind. Nur so holen wir jeden Tag aus jedem das Beste heraus.

Soziale Kompetenzen statt Gewalt!

Die Basis zur Prävention gegen Gewalt sind soziale Kompetenzen. An unserer Gesamtschule legen wir schon im ersten Jahr den Grundstein für ein gutes Miteinander. Gemeinsam bauen wir die sozialen Kompetenzen Ihres Kindes aus. Dabei entwickeln sich auch stetig neue Kompetenzen. Diese sind ungemein wichtig für das tägliche Zusammenleben – in der Schule sowie in der Freizeit.

Wir sind eine weltoffene Schule. Wir achten und respektieren jeden, unabhängig von seinem finanziellen Status, seiner Herkunft, seines Glaubens oder seiner Religion. Wir unterbinden jede Form von Mobbing und setzen auf frühzeitige Aufklärung unserer Schülerinnen und Schüler.

Im Übrigen gilt an unserer Schule ein absolutes Alkohol-, Rauch- und Drogenverbot!

Gesamtschule Woltersdorf der FAWZ gGmbH_Gewaltfreie Schule_

„Dos and Don´ts“ an unserer Schule

✓ Dos ✘ Don´ts
  • Prävention zur Vermeidung
  • Alkohol, Rauchen und Drogen
  • Akzeptanz und Toleranz
  • Ausgrenzung und Diskriminierung
  • Respektvolles Miteinander
  • Rücksicht auf andere nehmen und ihnen helfen
  • Beleidigungen und Mobbing
  • Konflikte verbal und vor allem gewaltfrei klären
  • Streit schlichten
  • Gewalt
  • Offenheit gegenüber anderen Kulturen – Neugierde zum Kennenlernen
  • Rassismus

Um die positiven Dos  zu stärken, betreiben wir aktiv Prävention gegen die Don´ts-Seite, z. B in Form von:

  • Projekttagen zu dem Thema, wie z. B. soziales Lernen oder Cybermobbing
  • Projekte zur Berufsorientierung (INISEK I)
  • Präventionsveranstaltungen durch externe Anbieter, z. B. Gewaltprävention (auch Alkohol- oder Drogenprävention) durch die Polizei
  • Klassen- oder Stufenfahrten ins Ausland (um Kultur und Leute kennenzulernen)
  • Aufnahme von Gastschülerinnen und Gastschülern aus anderen Ländern etc.

Eines unserer wichtigsten Projekte zum Thema Gewaltprävention ist „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche. Mit dem Projekt setzen sich Schülerinnen und Schüler für ein soziales, solidarisches und friedliches Miteinander und für eine Gesellschaft ohne Rassismus und Diskriminierung von anderen ein.

Gesamtschule Woltersdorf der FAWZ gGmbH_Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage_2018

Die „Spielregeln“

Um den Titel zu erwerben, müssen mindestens 70% aller Schulzugehörigen (Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Mitarbeiter der Schule) sich durch ihre Unterschrift zu den Grundsätzen von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage bekennen. Teilnehmende Schulen verpflichten sich damit, bei Aktionen und Projekten gegen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus an der Schule mitzuwirken.

Koordinator des Projekts im Land Brandenburg ist die RAA (Regionale Bildungsstelle für Bildung, Integration und Demokratie).

 

Wie wir dazu kamen „Schule ohne Rassismus“ zu werden

Die Idee entstand bereits im Januar 2018 in Vorbereitung der Projektwoche. Anabel und Philip aus der damaligen Klasse 11 sind die Initiatoren dieses Projektes. Sie ließen sich unter anderem durch einen Flüchtling aus Syrien, der einige Wochen an unserer Gesamtschule Woltersdorf war, dazu anregen.

Die beiden Schüler haben sich eingehender mit der Diskriminierungsproblematik  beschäftigt, Unterschriften von Mitschülerinnen und Mitschülern sowie Lehrerinnen und Lehrern gesammelt und Sponsoren gesucht.

Im Rahmen der Projektwochen leiteten die beiden die Projektgruppe mit Mitschülerinnen und Mitschülern aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen. Nur zwei Wochen blieben der Projektgruppe, um für ihr Anti-Rassismus-Projekt aktiv zu werden und Unterschriften zu sammeln. Mit jeder Unterschrift wuchs das Bekenntnis zur couragierten Schule ohne Rassismus. Und mit jeder Unterschrift kam die Projektgruppe ihrem Ziel ein Stück näher.

Mit der Sparkasse Oder-Spree haben Anabel und Philip letztendlich auch einen Sponsor für das Auszeichnungsschild gewonnen.

 

Auszeichnung erhalten!

Geschafft! Zum Ende der zweiten Projektwoche hatten die beiden mit ihrer Projektgruppe das Ziel erreicht. 74 % aller Mitglieder unserer Gesamtschule haben ihre Unterschrift gegeben und sich damit bereit erklärt, nach den Grundsätzen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage „ zu agieren.

Im Juni 2018 haben wir im Rahmen unseres Sommerfestes feierlich unsere Auszeichnung erhalten!

Wir gehören damit dem größten Schulnetzwerk Deutschlands an. In diesem Netzwerk positionieren sich 2.700 Schulen gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt.

 

Damit verpflichten wir uns…

  • … nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  • … uns gegen gewalttätige, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen in der Schule zu wenden.  Wir setzen uns für eine offene Auseinandersetzung ein und finden gemeinsam Wege, einander zu achten.
  • … regelmäßig – mindestens einmal im Jahr – an unserer Schule ein Projekt zum Thema Diskriminierung zu organisieren, um präventiv gegen jede Form davon, insbesondere gegen Rassismus, vorzugehen.

 

Diese Auszeichnung erfüllt uns mit Stolz. Sie ist eine Würdigung unserer Schülerinnen und Schüler sowie des gesamten Schulteams unserer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe Woltersdorf der FAWZ gGmbH.

Gesamtschule Woltersdorf der FAWZ gGmbH_Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage_Urkunde_2018

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Auszeichnung

Auszeichnung heute

Wir tragen diese Auszeichnung bereits seit Juni 2018. In jedem Schuljahr müssen wir unter Beweis stellen, dass wir zu Recht den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verdient haben. Erfüllen wir unsere Pflichten, wird die Auszeichnung verlängert. Bisher ist es uns gelungen. Wir sind bester Dinge, dass es uns auch in diesem Jahr wieder gelingt.

In Aktionen und Aktivitäten platzieren wir das Thema immer wieder im Schulalltag:

 

Verlegung eines Stolpersteins in Woltersdorf

Am Freitag den 31. August 2018 fand die vierte Stolpersteinverlegung in Woltersdorf statt, bei der für vier ehemalige jüdische Bürger aus dem Umkreis ein Gedenkzeichen gesetzt wurde. Stolpersteine sind jeweils mit dem Namen eines Opfers, dessen Geburts-, Deportier- und Sterbedatum ausgestattet.
Die Steine sollen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern und zeigen, dass auch sie nicht vergessen werden. Einer der vier Steine wurde von unserer Schule gesponsert, um zu zeigen, dass dieses Thema nicht nur die ältere Generation betrifft. Die Schülerinnen und Schüler haben sich sowohl im Geschichtsunterricht also auch in einem Seminarkurs in der Sekundarstufe II intensiver mit der Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus beschäftigt.

 

Theaterstück „Annes Kampf“

Adolf Hitler wusste von Anne Frank nichts, sie von ihm sehr wohl. Hitlers „Kampf“ ist es, der die Geschichte der Anne Frank zeugt und beendet. Ende Februar, Anfang März 1945, stirbt Anne Frank im KZ Bergen-Belsen. Geblieben ist ihr Tagebuch, das in einer scharf geschnittenen Lesung auf Hitlers „Mein Kampf“ trifft.
Zwei Schriftsteller lassen die beiden Texte in Auszügen aufeinanderprallen. Grauen und Hoffnung, Bestie und junges Mädchen. Geschichte, die Geschichte mit höhnischem Gelächter erzeugt. Am 20. September 2019 waren bei beiden Schriftsteller mit einem Gastauftritt an unserer Schule.