Holocaust-Gedenktag an unserer Schule

Im Rahmen des Holocaust-Gedenktages erinnerte unsere Schulgemeinschaft an die Opfer des Nationalsozialismus. In unterschiedlichen Formaten setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Geschichte, den Schicksalen der Betroffenen und der Bedeutung von Erinnerung für unsere heutige Gesellschaft auseinander.

Erinnern, Mahnen, Verantwortung übernehmen
Mit selbst gestalteten Plakaten erinnerten die Schülerinnen und Schüler an die Schicksale der Betroffenen und stellten Zahlen sowie Informationen zum Konzentrationslager Buchenwald dar.
Das Anzünden von Kerzen bildete einen stillen und würdevollen Moment des Gedenkens und der Verbundenheit und setzte ein sichtbares Zeichen für Respekt und Menschlichkeit.

Vasily Melnikov – Fachlehrer für Politische Bildung

Zeitzeugengespräch mit Gabriel Berger
Den 9. Klassen wurde ein Zeitzeugengespräch mit Gabriel Berger ermöglicht. Er wurde 1944 in Frankreich, das zu dieser Zeit von den Deutschen besetzt war, in eine jüdisch-polnische Familie geboren. Die Erinnerungen an die Zeit nationalsozialistischer Verfolgung seiner über die Welt verstreuten Verwandten hat er in dem Buch „Josef und seine Kinder“ veröffentlicht.

Aus den in New York, Wien, Israel oder Hamburg durchgeführten Interviews mit Tanten und Onkeln, hat er uns vorgelesen. Für polnische Juden bedeutete der Überfall auf Polen eine noch größere Katastrophe als für deutsche Juden. Einige erschütternde Aussagen von Holocaust-Überlebenden aus dem besetzten Polen aus dem Jahr 1945 hat Herr Berger übersetzt. In dem Buch „Der Kutscher und der Gestapo-Mann“ ist der Bericht eines 13-jährigen Mädchens enthalten, welcher die grausame Realität schildert: Hunde, die auf Kinder gehetzt wurden, Vergewaltigungen, willkürliche Erschießungen…

Gesine Adler – Fachlehrerin Deutsch, LER

Gender-Hinweis:
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit haben wir eine gendergerechte Form von Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern gewählt. Wir möchten darauf hinweisen, dass dies aus rein redaktionellen Gründen geschieht und keinerlei Wertung beinhaltet. Selbstverständlich beziehen sich die Angaben auf alle Geschlechter.

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