Gesamtschule Woltersdorf der FAWZ gGmbH_Header_Modernes Gebaude - idealer Raum zum Lernen_2 Neuigkeiten

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche. Mit dem Projekt setzen sich Schülerinnen und Schüler für ein soziales, solidarisches und friedliches Miteinander und für eine Gesellschaft ohne Rassismus und Diskriminierung von anderen ein.

Gesamtschule Woltersdorf_Auszeichnung 2018_Schule ohne Rassismus-Schule mit CourageDie „Spielregeln“

Um den Titel zu erwerben, müssen mindestens 70% aller Schulzugehörigen (Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Mitarbeiter der Schule) sich durch ihre Unterschrift zu den Grundsätzen von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage bekennen. Teilnehmende Schulen verpflichten sich damit, bei Aktionen und Projekten gegen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus an der Schule mitzuwirken.

Koordinator des Projekts im Land Brandenburg ist die RAA (Regionale Bildungsstelle für Bildung, Integration und Demokratie)

Wie wir dazu kamen „Schule ohne Rassismus“ zu werden

Die Idee entstand bereits im Januar 2018 in Vorbereitung der Projektwoche. Anabel und Philip aus der Klasse 11 sind die Initiatoren dieses Projektes. Sie ließen sich unter anderem durch einen Flüchtling aus Syrien, der einige Wochen an unserer Gesamtschule Woltersdorf war, dazu anregen.

Die beiden Schüler haben sich eingehender mit der Diskriminierungsproblematik  beschäftigt, Unterschriften von Mitschülerinnen und –schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern gesammelt und Sponsoren gesucht.

Im Rahmen der Projektwochen leiteten die beiden die Projektgruppe mit Mitschülerinnen und –schülern aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen. Nur zwei Wochen blieben der Projektgruppe, um für ihr Anti-Rassismus-Projekt aktiv zu werden und Unterschriften zu sammeln. Mit jeder Unterschrift wuchs das Bekenntnis zur couragierten Schule ohne Rassismus. Und mit jeder Unterschrift kam die Projektgruppe ihrem Ziel ein Stück näher.

Mit der Sparkasse Oder-Spree haben Anabel und Philip letztendlich auch einen Sponsor für das Auszeichnungsschild gewonnen.

Auszeichnung erhalten!

Geschafft! Zum Ende der zweiten Projektwoche hatten die beiden mit ihrer Projektgruppe das Ziel erreicht. 74 % aller Mitglieder unserer Gesamtschule haben ihre Unterschrift gegeben und sich damit bereit erklärt, nach den Grundsätzen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage „ zu agieren.

Im Juni 2018 haben wir im Rahmen unseres Sommerfestes feierlich unsere Auszeichnung erhalten!

Wir gehören damit dem größten Schulnetzwerk Deutschlands an. In diesem Netzwerk positionieren sich 2.700 Schulen gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt.

Gesamtschule Woltersdorf_Urkunde_2018_Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage

Damit verpflichten wir uns…

  • … nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
  • … uns gegen gewalttätige, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen in der Schule zu wenden.  Wir setzen uns für eine offene Auseinandersetzung ein und finden gemeinsam Wege, einander zu achten.
  • … regelmäßig – mindestens einmal im Jahr – an unserer Schule ein Projekt zum Thema Diskriminierung zu organisieren, um präventiv gegen jede Form davon, insbesondere gegen Rassismus, vorzugehen.

Diese Auszeichnung erfüllt uns mit Stolz. Sie ist eine Würdigung unserer Schülerinnen und Schüler sowie des gesamten Schulteams unserer Gesamtschule Woltersdorf.

Ein Jahr lang tragen wir diese Auszeichnung. In dem kommenden Schuljahr müssen wir unter Beweis stellen, dass wir zu Recht den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verdient haben. Erfüllen wir unsere Pflichten, wird die Auszeichnung verlängert. Wir sind bester Dinge, dass uns das Gelingen wird.

Das Team der Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe Woltersdorf

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 „Schneller! Die Schraube muss da vorne rein!“. Nein, wir befinden uns nicht in einer Werkstatt, sondern auf dem Sommerfest unserer Gesamtschule Woltersdorf. Unser Sommerfest fand unter dem Motto „Europa“ statt. Und was wir da beobachteten waren zwei Schülerinnen mitten im schwedischen Duell: Wer baut das Regal schneller auf?

Sommerfest trifft auf Europa

Nach bangen Blicken gen Himmel beim Aufbau machten pünktlich um Drei zu Beginn unseres Festes die Regenwolken Platz für Sonnenschein, so dass unsere Aktivitäten freie Bahn hatten.

Es gab besagten schwedischen Regalaufbau-Wettbewerb, Tauziehen, Wikingerschach, das spanische Torwandschießen oder auch das Zusammensetzen der dänischen Flagge mit Legosteinen in Rekordzeit.
Turbulent ging es beim Bubble Football zu. In riesige Plastikbälle gehüllt, ähnelte das Fußballspiel größtenteils eher dem Rugby – so spektakulär rasselten die Schülerinnen und Schüler in den Riesenblasen in- und übereinander. „ Es war total anstrengend, aber hat wirklich Riesenspaß gemacht“, waren sich mehrere Schüler einig.

Neben sportlichen Aktionen gab es auch etwas für die Kreativen. Am skandinavischen Stand konnte man T-Shirts selbst gestalten. Verschiedene Vorlagen mit nordischen Symbolen wie Runen oder Wikingerzeichen lagen bereit. Am italienischen Stand wurden Masken gebastelt.

Landestypische Leckereien

Am Deutschland-Stand gab es ein Quiz, den Bierkasten-Wettlauf und Bratwürste vom Grill. Weitere Leckereien bot der Stand der Belgier. Hier gab es süße Naschereien wie Waffeln.

Weiter südlich „in Italien“ gab es Bruschetta, Nudelsalat und natürlich auch Pizza. Geht’s denn noch südländischer? Klar! Am Griechenland-Stand warteten Oliven und andere landesstypische Leckereien, wie Schafskäse oder Reis in Weinblättern.

Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Nach der musikalischen Einlage unserer Schülerinnen – unter Anleitung unseres Musiklehrers, Herrn Plagge – und der Eröffnungsrede unserer Schulleiterin, Frau Köhn, übergab diese das Wort an zwei Schüler der 11. Klasse.

Diese beiden 11.-Klässler – Anabel und Philip – sind die Initiatoren der Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.  Im Rahmen der Projektwoche haben sich die beiden für ein soziales, friedliches und diskriminierungsfreies Miteinander eingesetzt, indem sie Unterschriften an unserer Schule sammelten und Sponsoren für die Aktion akquirierten.
Zum Ende der Projektwoche war es geschafft: Mit der Unterschrift von 74 % aller Mitglieder unserer Gesamtschule (Schüler, Lehrer und Mitarbeiter) haben sie das Ziel erreicht.

Anabel und Philip bekamen stellvertretend für die gesamte Projektgruppe von Frau Rosch, Landeskoordinatorin der Regionalen Bildungsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA Brandenburg), Urkunden überreicht. 
Nach kurzer Rede beglückwünschte uns Frau Rosch zur Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Seit heute sind auch wir Teil eines großen Netzwerkes von über 2.700 Schulen. Die Auszeichnung ziert jetzt unseren Eingangsbereich.

Die beiden Initiatoren dankten ihren Mitstreitern aus der Projektwoche und übergaben an jeden Einzelnen Urkunden sowie Blumen.

Auch unseren Sponsoren galt ein Dank: So ging eine Danksagung an Herrn Markus Lenke von der Sparkasse Oder-Spree für die Finanzierung des großen Auszeichnungsschildes. Ganz nebenbei erwähnt: Herr Lenke ist ein ehemaliger Schüler von uns. Umso schöner für uns alle, dass es er war, der an diesem Tag den Dankesstrauß entgegennahm. Und auch Woltersdorfs Vizebürgermeisterin, Kerstin Marsand, fand einige lobende Worte für die Jugendlichen.

Abschließend bedankten sich die Initiatoren herzlich bei Frau Köhn und Herrn Nordheim.

Maskottchen Fawi besuchte unser Sommerfest

Die Auszeichnung sollte nicht das einzige Highlight zu unserem Sommerfest sein. Unser Überraschungsgast zog alle Blicke auf sich als er um die Ecke bog: Unser Maskottchen Fawi war eingeflogen. Er wollte schauen, was wir hier so veranstalteten. Fawi mischte sich unters Volk. Er lauschte den Reden, applaudierte bei der Auszeichnung und schaute den verrückten Bubbel Football zu. Da hätte er sicher gern selbst mitgemacht. Aber mit dem Federkleid… unmöglich! Hier ein Bild mit der Presse, da ein Bild mit der Schulleiterin. Der blaue Vogel sorgte für ordentlich gute Laune.

Der Wettergott muss Europa mögen

Der Wettergott schien Europa ins Herz gefasst zu haben. Kein Tropfen Regen während der gesamten Veranstaltung, sodass Besucher sowie Schülerinnen und Schüler vergnügliche und abwechslungsreiche Stunden im Sinne Europas bei uns erleben konnten. Das hat auch unsere Sozialpädagogin, Frau Brandscheid, gefreut, die mit ihrem Orga-Team wieder für einen reibungslosen Ablauf sorgte.

Vielen Dank an alle Beteiligten! Jetzt geht es auf in die letzten Schultage bis zu den Zeugnissen…

Herr Stynen
Fachlehrer für Englisch und Französisch

Noch am selben Abend berichtete die MOZ über unser Sommerfest.

Weitere Fotos zum Sommerfest folgen.