Sprachreise nach Eastbourne

Vom 23.08 bis 29.08.2014 star­te­te die ers­te Schü­ler­grup­pe unse­rer Schu­le eine Sprach­rei­se nach Groß­bri­tan­ni­en.

Schon am Sonn­tag­abend vor dem offi­zi­el­len Schul­jah­res­start wur­den die Schü­ler am Rei­se­bus vor der Schu­le in Wol­ters­dorf von den Eltern ver­ab­schie­det. Die Stim­mung war super, auch wenn ein wenig auf­ge­regt wegen der vie­len Fra­ge­zei­chen im Kopf: Wer­den mei­ne Gast­el­tern nett sein? Wird man see­krank auf der Fäh­re von Calais nach Dover? Reicht mein Eng­lisch für die Ver­stän­di­gung bei den Gast­el­tern? Wie wird der Eng­lisch­un­ter­richt? Gibt es Inter­net­an­schluss bei den Gast­el­tern? Wird mir das Essen schme­cken? Haben wir auch Zeit zum Shop­pen?…

Und mit ein wenig Ver­spä­tung ging es dann end­lich los mit der lan­gen Nacht­fahrt, quer durch Deutsch­land, die Nie­der­lan­de, Bel­gi­en und ein Stück Frank­reich. Pünkt­lich erreich­ten wir die Fäh­re und es reg­ne­te. Und der Regen soll­te uns bis zu unse­ren Gast­el­tern beglei­ten.

Gegen 14.00 Uhr erreich­ten wir dann end­lich East­bourne, eine klei­ne Stadt in Süd­eng­land am Ärmel­ka­nal mit 99.000 Ein­woh­nern, wel­che wegen sei­ner bezau­bern­den Küs­ten­land­schaft vie­le Tou­ris­ten anzieht. Doch auch vie­le Sprach­rei­sen füh­ren dort hin, was unter ande­rem dar­an liegt, dass dort Oxford Eng­lish gespro­chen wird. Daher hat­ten unse­re Gast­el­tern viel Erfah­rung mit sprach­lern­wil­li­gen Schü­lern aus vie­len Län­dern. Bei unse­rer ver­früh­ten Ankunft muss­ten aber vie­le noch arbei­ten und wir haben inzwi­schen im Ein­kaufs­zen­trum am Bahn­hof das ers­te Geld aus­ge­ge­ben. Der Regen stör­te dabei fast gar nicht. Dann nach lan­gem War­ten wur­den wir herz­lich von den local orga­ni­zern Jill und John emp­fan­gen und nach und nach unse­ren Gast­el­tern über­ge­ben. Doch damit stieg die Ner­vo­si­tät auch bei unse­ren Eng­lisch­leh­rern, die sehr gespannt waren auf den nächs­ten Mor­gen: wer­den die Schü­ler alle recht­zei­tig — und immer noch gut gelaunt am pick up point erschei­nen?

Doch die Ner­vo­si­tät war unbe­grün­det. Alle waren pünkt­lich und begeis­tert von den Gast­el­tern und wie auch an den fol­gen­den drei Tagen ging es mit dem Bus ab zum Eng­lisch­un­ter­richt. 4 Stun­den in zwei Grup­pen. Zwei Leh­rer wech­sel­ten täg­lich zwi­schen den Grup­pen. Der Unter­richt war anders als zu Hau­se und wir haben vor allem sehr viel gespro­chen. An den Nach­mit­ta­gen sind wir nach Brigh­ton, seit 1841 eines der belieb­tes­ten See­bä­der der Insel, — und nach Lon­don — gefah­ren.

Beson­ders schön war die Alt­stadt von Brigh­ton mit ihren vie­len, hüb­schen Cafés und Restau­rants und unzäh­li­gen Läden, in denen jeder ein Mit­bring­sel für zu Hau­se oder modi­sche Tei­le für sich selbst gefun­den hat­te. Am über 100 Jah­re alten Brigh­ton Pier pro­bier­ten wir Fish ‚n‘ Chips, Eis und ande­re Lecke­rei­en. An der Mari­ne Para­de hat es eini­ge von uns ins Sea Life gezo­gen. In dem alten vik­to­ria­ni­schen Gebäu­de gab es schon im 19. Jahr­hun­dert das ers­te Aqua­ri­um Euro­pas.

Auf die Bus­fahrt nach Lon­don waren wir beson­ders gespannt. Lei­der haben wir einen Groß­teil unse­rer Zeit im Stau zuge­bracht und kamen sehr viel zu spät im ver­reg­ne­ten Lon­don an. Trotz­dem hat uns die gut gelaun­te Stadt­füh­re­rin durch die City von Lon­don (West­mins­ter Abbey, Houses of Par­li­a­ment mit Big Ben, Cleopatra’s Need­le, Lon­don Eye, Tower of Lon­don, Tra­fal­gar Squa­re, Fleet Street, White­hall, 10 Dow­ning Street, usw.) geführt, und wir beka­men einen Ein­druck von der Mäch­tig­keit, Viel­falt und Grö­ße die­ser größ­ten Stadt Euro­pas. Und letzt­end­lich sind wir alle bei Mc Donalds in der Fleet Street gelan­det. Das mach­te satt und war bezahl­bar. Lon­don muss drin­gend wie­der­holt wer­den mit viel mehr Zeit und, wenn mög­lich, ohne Regen.

Es war eine schö­ne Rei­se und ein gelun­ge­ner Start ins neue Schul­jahr. Alle haben sich gut ver­stan­den, und wir haben gestaunt über die Rede­aus­dau­er von eini­gen Schü­lern wäh­rend der lan­gen Bus­fahr­ten, die dadurch auch gar nicht lang­wei­lig wur­den.

Hei­drun Boe­sa